Zu den Philosophie-Performances von Rainer Totzke / Kurt Mondaugen
In seiner Dissertation "Buchstaben-Folgen" widmete sich Rainer Totzke der Reflexion
der Mediendifferenz von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in philosophischer Perspektive
und fragte nach den Konsequenzen, die sich für das Selbstverständnis von Philosophie
ergeben, wenn man auf Mündlichkeit und Schriftlichkeit als ihre verschiedenen
Darstellungsmedien reflektiert. Der von Rainer Totzke in diesem Zusammenhang geprägte
programmatische Begriff eines "Soundchecks in der Philosophie" wurde für ihn zum
Anlass und zum Leitbegriff für eigene Performances. Diese realisiert er in einer
doppelten Identität als Philosoph (Rainer Totzke) und als philosophisch-literarischer
Spoken-Word-Performer (Kurt Mondaugen). Bei den Aufführungen handelt es sich um
Sprecherprobungen an und mit philosophischen Texten, die zugleich Sprecherfahrungen von
und Sprecherwartungen an Philosophie thematisieren.
Festival und Netzwerk "Soundcheck/Philosophie" – Theater Halle 2011
Rainer Totzke ist Mitinitiator und Mitorganisator des Philosophie-Festival-Projektes
"Soundcheck/Philosophie: Vermittlungsformate des Denkens", das vom 16. bis 18. Juni 2011
im Städtischen Theater Halle (Saale) stattfindet.
Wie lassen sich Philosophie und Wissenschaft heute angemessen vermitteln? Braucht es
für einen gesellschaftlichen Diskurs komplexer theoretischer Fragen neue Formen
kommunikativer Darstellung? Inwiefern kann die Bühne ein "Labor" für das Denken sein?
Genau diesen Fragen versucht das von der Volkswagenstiftung geförderte Projekt
"Soundcheck/Philosophie" auf experimentelle Weise und in von verschiedenen Künsten
inspirierten neuen Formaten nachzugehen. Weitere Informationen demnächst unter
www.soundcheck-philosophie.de.